Eine Trauerfeier für Peter Gingold, der am 28. Oktober verstorben ist, findet am kommenden Sonntag, 5. November 2006, um 11:00 Uhr im Gewerkschaftshaus in Frankfurt statt.

Aus gegebenem Anlass.

„Aber noch bevor die ersten Toten geborgen waren, meldeten sich die ersten Durchblicker zu Wort, um die Ursachen der Katastrophe beim Namen zu nennen und die richtigen Konsequenzen anzumahnen. Im ersten Programm des SFB, auf 88,8 UKW, gab es wie jeden zweiten Dienstag um 22:30 Uhr die ‚Nachtgespräche mit Eugen Drewermann‘, dem Moraltheologen aus Paderborn, der sich sogar schon mit dem Papst angelegt hat. Normalerweise redet Drewermann zuerst mit sich selbst über Gott und die Welt und beantwortet dann die Fragen der Zuhörer. Diesmal war der Anschlag von New York das Thema, warum er pasiert war und was ‚wir‘ daraus lernen sollten.

‚Auch wir haben keine Worte. Es gibt ein Entsetzen, das keine Worte hat, eine Trauer, die sich nicht mehr auszudrücken vermag, eine Hilflosigkeit und ein Erschrecken, die lähmen, angesichts des Ungeheuerlichen, das heute über ahnungslose Menschen hereinbrach‘, sprach der Moderator zu Anfang der Sendung, ‚und doch wollen wir gerade heute, gerade angesichts dieses Bösen, nach Worten ringen. Wir wollen angesichts einer so gottlosen Tat die Frage nach Gott, die Frage nach den Menschen stellen.‘

‚Guten Abend, Herr Longard‘, sagte der Moraltheologe und nahm den Faden auf. ‘ Wir erleben etwas, das vollkommen unmenschlich ist, und sind gelähmt von Trauer, Entsetzen, Empörung, Wut, Hilflosigkeit … Das hat eine Dimension des Terrors, die es noch nie gegeben hat, eine Skrupellosigkeit des Vorgehens, für die wir wirklich keine Worte haben.‘

Statt sich indessen der Wortlosigkeit hinzugeben, sprach der Moraltheologe nun über die ‚Embargo-Politik gegen den Irak‘ und deren Folgen: ‚Die UN haben geschätzt, dass etwa jeden Monat 3.000 Menschen durch Mangelversorgung sterben, innerhalb von zehn Jahren addiert sich das zu der ungeheuerlichen Zahl von einer Million Menschen…‘

Es mag in einem solchen Kontext ein wenig gefühllos sein, aber ich rechnete trotzdem nach. Wenn jeden Monat 3.000 Menschen durch Mangelversorgung sterben, dann wären es jedes Jahr 36.000 und in zehn Jahren rund 360.000, also nicht ganz eine Million. Ein Moraltheologe muß nicht rechnen können; was er vermutlich sagen wollte, war: Wenn bei einem Anschlag in Amerika etwa soviele Menschen ums Leben kommen, wie alle zwei Monate im Irak durch Mangelversorgung sterben, dann ist die Mangelversorgung im Irak das Problem und nicht der Anschlag in Amerika.“

Henryk M. Broder, in: Kein Krieg nirgends. Die Deutschen und der Terror, Berlin 2002, S. 15ff.

Antifa 2006

„Geh doch auf solche Scheiße von CDU-Kaspern wie Beniguma gar nicht ein. Der meint halt, man dürfe den 11.September ‚nicht relativieren‘ indem man tote Herrenmenschen mit afrikanischen Hungerleidern gleichsetzt. Ein Faschotrottel halt.“1

  1. Sowas hab ich ja seit den Zeiten des ainfos-Forums nicht mehr gehört. Und? Hab ich’s vermisst? Nicht wirklich.[zurück]

Die Wiedergeburt Europas.

Vorderseite:

Vorderseite Teil einer Kippenpackung Lucky Strike

Rückseite:

R�¼ckseite Teil einer Kippenpackung Text: Gros Bisous Viva/Forza Europa Lilou

Gefunden in einem Club.
Denn: Wer findet, der sucht!

Straßenbahn.

Zwei alte Damen. Ca. 70 Jahre jung.

Dame 1: „1. September. Heute vor 67 Jahren hat der zweite Weltkrieg angefangen.“

Dame 2: „So lang ist das schon her?“

(Pause)

Dame 2: „Da haben wir genuch gelitten. Mit den ganzen Fluchzeugen und so…“